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Käfer 1500

Die Geschichte der heutigen VW AG

(unterschiedliche Quellen)

Es war einmal.....

Das 1938/39 in der Nähe von Fallersleben, Niedersachsen, gebaute Volkswagenwerk nahm erst nach dem zweiten Weltkrieg die serienmäßige Herstellung von Personenwagen auf. Die Produktion des später weltberühmt gewordenen Käfers war zwar bereits für die späten dreißiger Jahre geplant, doch bis auf wenige Versuchsfahrzeuge waren die bei Fallersleben (erst später konstituierte sich dort die Auto-Stadt-Wolfsburg WOB) hergestellten Volkswagen Militärfahrzeuge, in erster Linie so genannten Kübelwagen.
 

Unter der Regie britischer Besatzungsbehörden begann 1945 in dem vom Krieg stark zerstörten Werk die Produktion von Zivilfahrzeugen und damit der kometenhafte Aufstieg des von Professor Ferdinand Porsche konstruierten "Käfers".
 

Eine Karriere, die selbst die der Tin Lizzie von Harry Ford in den Schatten stellt. Längst hat dieses Auto mehrere Generationen von Nachfolgemodellen aufzuweisen, und viele von Ihnen wurden Welterfolge - doch dem VW Käfer gebührt der Ruhm, in der Zeit des so genannten deutschen Wirtschaftswunders die wohl wichtigste Rolle auf dem Automobilsektor gespielt zu haben.
 

An Versuchen, beizeiten einen Nachfolger zu lancieren, fehlte es nicht, doch alle Pläne scheiterten, weil Heinrich Nordhoff, der Generaldirektor von Volkswagen, eisern am Prinzip des Heckmotors festhielt.
Erst nach seinem Tod im April 1968 war der Weg frei für neue Ideen und Entwürfe. Auf Nordhoff folgte Lotz und auf Lotz folgte Leiding - und jeder sah sich vor dem Problem, einen Nachfolger für den Käfer zu finden.
Lotz stand dem Unternehmen nicht länger als anderthalb Jahre vor, Leiding kam auf eine Amtszeit von vier Jahren und musste dann seinerseits Toni Schmücker weichen, einem Manager aus der Großindustrie, der im Ruf eines knallharten Sanierers stand.
Und VW hatte Hilfe auch bitter nötig:
Ölkrise und veraltete Produktpalette, hohe Verluste und mangelnde Produktivität - es stand schlecht um Deutschlands größten Automobilbauer. Neben den hausgemachten Problemen gab es noch globale Entwicklungen, die den Spaß am Autofahren vermiesten:
 

In den USA, dem wichtigsten Absatzmarkt, gruben die Japaner, allen voran NISSAN und TOYOTA, Volkswagen das Wasser ab, und die Ölkrise von 1973 dämpfte die Auto-Euphorie nachhaltig. die Zeichen standen auf Sturm, und dass der neue Golf die Wende bringen könnte, war zum Zeitpunkt seiner Präsentation noch nicht abzusehen. Deutliche Skepsis prägte die Berichterstattung in den Medien, "Auto Motor und Sport" verglichen den Golf mit dem Käfer und bilanzierte:
"Der Golf dagegen muss erst beweisen, wie zuverlässig er ist. Schließlich spricht für den Käfer sein einmaliges, klassenloses Image, das der Golf in dieser Form aller Voraussicht nach nie wird bieten können. "(Zitat Ende)
 

Fast drei Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Gewiss, der Käfer wird auch heute noch gebaut, doch die Zeit des sympathischen Krabbeltieres ist, wie man zugeben muss, seit langem abgelaufen. Der Golf ist aus seinem langen Schatten längst herausgetreten, wurde selbst zur Legende und rief mehr Nachahmer auf den Plan, als der Käfer dies je getan hatte. Kein Großserienautomobilhersteller der Welt kann es sich leisten, die Golf-Klasse zu ignorieren, selbst Premium-Hersteller wie Mercedes und BMW haben inzwischen Golf Konkurrenten im Angebot.
 

Kopiert zu werden ist bekanntlich die schönste Form der Anerkennung, und an der hat es dem Golf und den daraus abgeleiteten Modellen wahrlich nie gefehlt.
Mit Beginn der zweiten Golf-Generation begann die Ära Hahn, der neue VW-Chef legte mit dem Zukauf von Seat(1984) und Skoda(1991) die Basis für weitere Wolfsburger Höhenflüge. Und seinem Nachfolger Ferdinand Piéch gelang es, Volkswagen zu einer ersten Adresse im Automobilgeschäft zu machen.
 

Der Konzernlenker verstand es, der Marke ein ganz neues, wertiges Image zu verleihen. Vergleichstests VW gegen Mercedes? In den 70ern und 80ern undenkbar, sind sie heutzutage gang und gäbe -und dass der Sieger Volkswagen heißt, ist schon fast normal.

 

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An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Abriss der Geschichte des VW Käfer aufzeichnen. Hauptsächlich geht es dabei um das, zum Teil seltene, Bildmaterial.
Die hier veröffentlichten Bilder sind ausschließlich aus dem englischsprachigen Buch "VW Beetle" von Clive Prew. Auch die Information zu den Bildern bezieht sich fast ausschließlich auf dieses Buch.

 

hist_01 Das erste von Ferdinand Porsche entwickelte Auto. Mit Elektrischem Antrieb anno 1890
Der Prototyp des Käfer anno 1934 mit der Bezeichnung TYP 32
 
hist_02
1936: Ein weiterer Prototyp, der VW3, von links hinten. Noch hatte der Ur-Käfer keine Heckscheibe.
 
Wieder ein VW3, von rechts vorn.
Auch 1936 wurden diese VW30 genannten Prototypen auf jeweils über 50.000 Testkilometer geschickt.
 
1938 - Die Präsentation des ersten Serien-Käfers in Berlin.
 
Während des 2. WK wurden natürlich auch Käfer als Militärfahrzeuge gebraucht. (Wahrscheinlich auf einem Kübelchassis).
Ebenfalls während des Krieges wurden diese Post-Käfer gebaut und genutzt.
 
Unter englischer Kontrolle entstand dieses Cabrio im Jahre 1948. Vielleicht der erste Speedster? Später wurde diese Bauform als Hebmüller-Cabrio bekannt.
 
Ebenfalls 1948: Im zuge der Modellpflege erhielt der Käfer eine längere Kofferraumhaube und große Radkappen mit einem großen VW-Emblem.
1949 wurde das erste Nachkriegs-Export-Modell gebaut. Es hatte runde Hupenziergitter und einen Seilzeug um die Kofferraumhaube zu öffnen.
Ab März des Jahres 1953 wurde das "Brezelfenster" gegen ein durchgängiges ovales ersetzt - Der Ovali war gebohrten.
Der 61er Käfer wurde mit einer veränderten Motorhaube ausgeliefert.
Bei dem Modell von 1965 wurde die Windschutzscheibe vergrößert und die Scheibendichtungen dezenter gestaltet.
 
Das Modell von 1967 wartete mit abermals geänderter Heckklappe auf.
Beim Modell 1968 wurde abermals die Heckscheibe überarbeitet und damit vergrößert.
Ab Ende 1968 gab es dann keine liegenden Scheinwerfer (Schlafaugen) mehr und auch die Hupenziergitter fielen der Modellpflege zum Opfer.
 
Nach dem 1300 und dem 1303 kam auch dieses 1303 Cabrio von 1973 zustande.
 
   

Obwohl (z.B. in Emden) anderswo noch weiter produziert wurde, lief in Wolfsburg am 1.7.1974 um exakt 11:19 Uhr der letzte Käfer vom Band. Der Platz wurde für eine neue Generation von Autos gebraucht...

   

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